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Optische Zahnkorrektur in der Zahnmedizin

In der Zahnmedizin müssen sich Kieferorthopäden und Zahnärzte schon lange nicht mehr ausschließlich mit Behandlungen beschäftigen, die auf einer rein medizinischen Indikation beruhen. Aufgrund des hohen Stellenwerts, den ein nahezu perfekt aussehendes Gebiss mittlerweile besitzt, erfreuen sich optische Zahnkorrekturen, die einen rein ästhetischen Charakter haben, immer größerer Beliebtheit. Hierbei geht es vor allem darum, ein regelmäßiges und vor allem farblich einwandfreies Ergebnis zu erzielen.

Als Hilfsmittel für diese Form der Zahnkorrektur stehen verschiedene Behandlungstechniken zur Auswahl. Risse im Frontzahnbereich und Füllungen, die bislang mit Amalgam ausgeführt wurden, lassen sich zum Beispiel mit Komposit-Kunststoffen behandeln. Der Vorteil: Die Füllung hat eine der Zahnsubstanz ähnliche Farbe und ist fast nicht mehr zu sehen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgen Veneers. Dabei handelt es sich um keramische Haftschalen, die auf den Zahn aufgeklebt werden, was optische „Fehler“ nahezu vollständig ausgleicht. Inzwischen ist die Technik hier soweit fortgeschritten, dass sogar auf ein Anschleifen des Zahnschmelzes verzichtet werden kann. Verfärbungen, die oft als störend empfunden werden, lassen sich heute dagegen mit einem Bleaching behandeln. Bei den Bleaching-Methoden wird ein Bleichmittel auf die Zähne aufgetragen, das für ein besonders strahlend weißes Lächeln sorgen soll. Wer dagegen nur oberflächliche Rückstände und Einfärbungen entfernen will, muss gar nicht zu diesen aggressiveren Methoden greifen – hier hilft mitunter schon eine professionelle Zahnreinigung.

Zahnkorrektur

Zahnkorrektur ©iStockphoto/Guido Vrola

Komposit-Kunststoff

Im Laufe eines Lebens kann es durchaus vorkommen, dass an einzelnen Zähnen Risse entstehen. Diese Frakturen im Zahnschmelz sind nicht nur aus ästhetischen Gründen störend. Sie bieten Bakterien ideale Bedingungen, denn das Innere der Risse ist im Rahmen der täglichen Zahn- und Mundhygiene unerreichbar.

Seit einigen Jahren gibt es jedoch die Möglichkeit, solche Risse auf einfache Art und Weise wieder zu verschließen. Das Zauberwort heißt Komposit-Kunststoff: Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Kunststoffen und Keramikpartikeln. Der Vorteil dieser Kompositfüllungen besteht darin, dass sie von der gesunden Zahnsubstanz zumindest farblich fast nicht zu unterscheiden sind. Aus diesem Grund kommen sie oftmals auch für Behandlungen im Frontbereich der Zähne infrage.

Allerdings gehen die Komposit-Kunststoffe auch mit einigen Nachteilen einher. Dazu gehört etwa die Tatsache, dass sie nicht immer und überall eingesetzt werden können, da sie nicht allzu belastbar sind. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass in den Kompositfüllungen Stoffe enthalten sein können, die Unverträglichkeiten auslösen können. Eine Tatsache, die erst nach Abschluss der Behandlung zu Schwierigkeiten führen kann. Gleichzeitig besteht die Gefahr der Verfärbung durch Tee oder Kaffee, was Füllungen im Frontzahnbereich deutlich sichtbar macht. Speziell gegenüber Veneers, die im Frontzahnbereich praktisch die Konkurrenz zur Abdeckung von Rissen darstellen, ist das ein echter Nachteil.

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