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Röntgen der Zähne

Warum werden Zähne geröntgt?

Beim Zahnarzt werden gelegentlich Röntgenaufnahmen der Zähne angefertigt. Anlass sind entweder vermutete Entzündungen oder vermuteter Karies. Entweder wird ein soganntes Orthopantomogramm (eine Komplettaufnahme des Ober- und Unterkiefer, bei der das Röntgengerät sich um den Kopf herumdreht, kurz OPG) angefertigt oder aber Aufnahmen einzelner Zähne. Hierbei wird eine sehr kleine Röntgenplatte im Mund des Patienten platziert und von außen mit einem äußerst kleinen Strahlenfeld einer oder mehrere Zähne geröntgt. Auf den Röntgenbildern kann man zum Beispiel Entkalkungen sehen, die auf Karies hinweisen. Außerdem können Brücken und Kronen beurteilt werden, der Abbau von Knochenmaterial bei Erkrankungen des Zahnapparats zeigt sich durch eine Röntgenaufnahme ebenfalls. Auch Weisheitszähne, die noch nicht durchgebrochen sind und eine Verschiebung der Zähne im Kiefer bewirken oder bewirken könnten, können mit Röntgenbildern dargestellt werden.

Vorgehen beim Röntgen

Röntgen der Zähne wird von verschiedenen Ärzten durchgeführt. Zum Einen sind da die Allgemeinärzte, die zum Ausschluss von Entzündungen Orthopantomogramme anfertigen lassen. Dafür schicken sie die Patienten in die Radiologie eines Krankenhauses oder in eine radiologische Praxis. Bei OPGs mit der Fragestellung Entzündung erstellt ein Radiologe einen Befunde aus dem Bild und sendet ihn dem behandelnden Arzt zu. Zahnärzte, Kieferorthopäden und Kieferchirurgen haben meist die Möglichkeit, in ihrer Praxis selbst Röntgenbilder anzufertigen. Egal, ob es sich um Orthopantomogramme oder Aufnahmen einzelner Zähne handelt, bei in der Zahnarztpraxis angefertigten Bildern gibt es keinen vom Radiologen erstellten schriftlichen Befund. Statt dessen beurteilt der Zahnarzt das Bild selbst und teilt dem Patienten das Ergebnis direkt mit. Insbesondere Kieferchirurgen und Kieferorthopäden benötigen für Ihre Arbeit in regelmäßigen Abständen OPGs, um Fehlstellungen zunächst erkennen, dann korrigieren und um hinterher den Erfolg der Korrektur beurteilen zu können.

Röntgen der Zähne

Röntgen der Zähne ©iStockphoto/iStock_Oles

Risiken

Jede Röntgenuntersuchung steigert das Krebsrisiko. Strahlung kann die DNA in den Körperzellen verändern, diese können daraufhin entarten und Tumoren entstehen lassen. Außerdem wirkt Röntgenstrahlung fruchtschädigend, kann also ungeborene Kinder schädigen und etwa zu Fehlbildungen führen. Das Problem dabei ist, dass die Gefahr nicht geringer wird, wenn weniger Röntgenaufnahmen angefertigt werden – denn schon eine kleinste Menge Strahlung kann DNA schädigen. Bei Röntgenaufnahmen sollte also immer eine Kosten-Nutzen-Abwägung getroffen werden: bringt die Aufnahme wirklich Informationen, die man dringend benötigt? Außerdem sollte jeder Patient einen Röntgenpass besitzen, in dem angefertigte Röntgenaufnahmen eingetragen werden, so dass Doppeluntersuchungen vermieden werden. Bei einer bestehenden und schon bei einer nicht sicher auszuschließenden Schwangerschaft wird grundsätzlich keine Strahlung angewendet, es sei denn, die Patientin schwebt in Lebensgefahr. Nach einer neuen Studie erhöhen Röntgenuntersuchungen im Schädelbereich insbesondere das Risiko für sogenannte Meningeome, Tumoren der Hirnhaut. Nach der Studie ist bei Patienten, denen einmal jährlich die Zähne geröntgt werden, das Risiko für diesen Tumor 1,4- bis 3mal höher als bei der Vergleichsgruppe.