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Behandlungsablauf und Chancen bei Veneers

Behandlungsablauf bei Veneers

Die Behandlung von Patienten, die den Einsatz einer Zahnverblendung mithilfe von keramischen Veneers wünschen, läuft in der Regel in zwei Schritten ab. Während der ersten Sitzung bereitet der Zahnarzt oder Kieferorthopäde die Zähne auf die Applikation der Verblendungen vor. Dazu wird bei sogenannten invasiven Veneers ein Teil der vorhandenen Zahnsubstanz abgeschliffen. Der Zahnschmelz muss in einer Dicke von ca. 0,3 bis 1 mm abgetragen werden. Diese Maßnahme dient dazu, das Veneer möglichst haltbar zu applizieren. Im Anschluss an die Vorbehandlung der Zähne nimmt der Arzt eine Abformung vor. Anhand dieses Modells erstellen Dentallabore die Keramikverblendung.

Bis zum Einsetzen der Veneers, dem 2. Schritt, werden die vorbereiteten Zähne mittels einer Verblendung aus Kunststoff abgedeckt. Erst wenn die fertigen Veneers vorliegen, kann mit der eigentlichen Befestigung der Verblendung begonnen werden. Dazu muss der Zahnschmelz angeätzt und auch das Veneer mit einem Ätzgel behandelt werden. Erst dann kann der Zahnarzt die Verblendung mit einem Kleber auf den Zahn aufbringen. Bis dieser Schritt abgeschlossen ist, vergehen pro Zahn zwischen 30 min und 45 min. Das Ergebnis ist in der Regel äußerst langlebig.

Inzwischen stehen Zahnärzten und Kieferorthopäden übrigens auch nicht-invasive Veneers zur Verfügung, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften ohne vorheriges Abschleifen des Zahnschmelzes appliziert werden können. Auf diese Weise können Veneers noch schonender und schneller zum Einsatz kommen.

Veneers

Veneers ©iStockphoto/patrisyu

Chancen und Risiken von Veneers

Veneers sind in erster Linie in der zahnkosmetischen Behandlung weit verbreitet. Aufgrund der technisch weiter fortschreitenden Entwicklung lassen sich Veneers inzwischen aber auch im Rahmen der klassischen Heilbehandlung bzw. Prothetik einsetzen. Bleibt die Frage zu klären, wie die Chancen und Risiken bei der keramischen Verblendung liegen.

In diesem Zusammenhang ist natürlich auf der einen Seite der Umfang des Eingriffs von Bedeutung. Auf der anderen Seite steht die Frage, inwiefern spätere Komplikationen drohen. Da Keramik chemisch inaktiv und daher sehr gut verträglich ist, ist dieser Stoff in der Medizin mittlerweile weit verbreitet. Veneers aus Keramik sind demzufolge ebenfalls relativ gut verträglich, ihre Ver- und Bearbeitung ist mittlerweile zur Routine für Dentallabors und Zahnärzte geworden. In bislang nur wenigen Fällen wurde allerdings darüber berichtet, dass der Kleber, mit dem die Haftschalen appliziert werden, zu Unverträglichkeits-Reaktionen bei den Patienten geführt hat. Dieses Risiko ist allerdings eher gering und vor einer Behandlung im Regelfall auch bekannt.

Auch ihre Langlebigkeit spricht für den Einsatz von Veneers. Studien deuten darauf hin, dass nach der Behandlung nur ein Bruchteil der Veneers verloren geht. Gleichzeitig muss nur wenig bis gar keine Zahnsubstanz entfernt werden, die Eingriffe selbst sind daher mit geringen Risiken verbunden.

Allerdings können Veneers auch Nachteile mit sich bringen. Funktionelle Probleme wie Fehlstellungen der Zähne – zum Beispiel der tiefe Biss oder Progenie – lassen sich damit nicht korrigieren. In solchen Fällen ist von Veneers sogar abzuraten. Weiterhin muss an dieser Stelle festgehalten werden, dass Veneers bei unsachgemäßem Einsatz Probleme bereiten können, etwa durch eine Spaltbildung. Hier sammeln sich Bakterien und Keime an, was zu Karies und anderen Erkrankungen führen kann. Gleichzeitig besteht die Gefahr einer vermehrten Abrasion von Zahnhartsubstanz und einer Ausbildung von Überempfindlichkeiten, wenn zuvor ein Bleaching durchgeführt wurde.

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