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Zahnspangen für Erwachsene

Zahnspangen für Erwachsene sind für viele zunächst überraschend, denn für gewöhnlich finden die meisten kieferorthopädischen Behandlungen im Kindes- oder Jugendlichenalter statt. Dies ist zumeist auch der Fall, da sich Zahnfehlstellungen während der Wachstumsphase leichter beheben lassen. Grundsätzlich lassen sich Fehlstellungen im Erwachsenenalter korrigieren. Die Behandlung dauert lediglich etwas länger. Problematischer ist da schon die Finanzierung, denn die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Behandlung von Zahnfehlstellungen im Erwachsenenalter nur äußerst selten.

Zahnfehlstellungen – auch ein Problem bei Erwachsenen

Heute gehört der Besuch beim Kieferorthopäden für die meisten Kinder und Teenager zur Selbstverständlichkeit. Früher war das anders. Man ließ die Zähne einfach wachsen und korrigierte Fehlstellungen von Kiefer und Zähnen nicht. So hat sich ergeben, dass heute viele ältere Menschen zwar über ein gesundes Gebiss verfügen, aber unter Fehlstellungen leiden, die in ästhetischer Hinsicht als störend empfunden werden. Doch Zahnfehlstellungen sind nicht nur ein Problem der Optik. Sie belasten das Kiefergelenk ungleichmäßig und machen so die Zähne anfälliger für Karies.

Unauffällige Lösungen bei der Korrektur von Zahnfehlstellungen

Da bei Erwachsenen mehr Druck auf die betroffenen Zähne ausgeübt werden muss, um eine Fehlstellung zu korrigieren, sind lose Zahnspangen bei Erwachsenen selten ausreichend. Feste Spangen gelten als auffällig, optisch störend und sind daher unbeliebt. Doch es gibt für Erwachsene unauffällige Lösungen. Bei Erwachsenen kann der Kieferorthopäde zahnfarbene Drähte und Brackets einsetzen, transparente und herausnehmbare Schienen einsetzen oder eine festsitzende Spange auf der Zahnrückseite installieren.

Zahnspangen für Erwachsene

Zahnspangen für Erwachsene ©iStockphoto/didesign021

Wann ist eine Korrektur von Zahnfehlstellungen sinnvoll?

Die Korrektur von Zahnfehlstellungen auch noch im Erwachsenenalter sollte man in jedem Fall in Angriff nehmen, wenn zwei Probleme auftreten. Erstens wenn die Kaufunktion beeinträchtigt wird. Die ungleichmäßige Belastung der Muskeln im Kiefergelenk kann zu Verspannungen, Kopf- und Nackenschmerzen oder Tinnitus führen. Zweitens bilden sich bei Zähnen, die zu verschachtelt oder zu eng stehen, Schmutznischen. Diese werden weder vom Speichel noch von der Zahnbürste ausreichend erfasst, wodurch die Mundhygiene behindert und die Bildung von Karies gefördert wird.

Effektive Methoden der kieferorthopädischen Behandlung

Der Kieferknochen verfestigt sich mit zunehmendem Alter, weshalb die Korrektur von Zahnfehlstellungen bei Erwachsenen langwieriger ist als bei Kindern. Erfolge stellen sich in der Regel innerhalb eines Behandlungszeitraums von 6 Monaten bis zu 3 Jahren ein. Bei stärkeren Fehlstellungen ist die Korrektur mit einem Bracketsystem erforderlich. Dabei werden die Zähne mit Metallplättchen beklebt und mit einem Drahtbogen verbunden. Der ständige Druck bewegt die Zähne in die gewünschte Position. Bei der Lingualtechnik werden die Brackets auf die Innenseite der Zähne geklebt. Der Vorteil davon ist, dass die Spange nicht sichtbar ist. Jedoch wird bei dieser Variante die Zunge behindert. Weniger schwerwiegende Fehlstellungen kann der Kieferorthopäde durch Schienen, sogeannte Invisalign, ausgleichen. Diese werden aus einer transparenten Folie hergestellt und individuell angepasst. Die Schienen sind herausnehmbar und leicht zu reinigen.

Behandlungskosten

Die Kosten für die Behandlung einer Zahnfehlstellung können sich auf mehrere tausend Euro belaufen. Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen die Kosten nur, wenn die Behandlung vor dem 18. Lebensjahr begonnen wurde. Die einzige Ausnahme sind Patienten, die eine solche Behandlung im Anschluss an kieferchirurgische Eingriffe benötigen. Bei den privaten Kassen hängt der Umfang der Kostenübernahme vom jeweils vereinbarten Tarif ab. Bevor man die Behandlung einer Zahnfehlstellung angeht, sollte man sich bei Zahnarzt, Kieferorthopäde und Krankenkasse über Behandlungsmethoden und Kosten informieren.